Schwarzes Hamburg

  • 11 April 2021, 02:46:36
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Autor Thema: schwarzes Motorradfahren  (Gelesen 247016 mal)

RaoulDuke

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Antw:schwarzes Motorradfahren
« Antwort #1950 am: 25 Februar 2021, 16:11:49 »

So, Päckchen mit Ölablasschraube, Dichtring, Ölfilter und Bremsflüssigkeit sind da. Luftfilter könnte auch mal frisch kommen, aber das ist glaueb ich noch nicht so dringend.

Wenig fahren in 2020 = wenig Verschleiß in 2021 haben, das ist auch was Gutes.

Naja, einen Nebenkriegsschauplatz gibt es: Ich habe zusätzliche Positionslichter in den Rückspiegeln (abschaltbar mit einem wasserdichten Schalter am Lenker) sowie diese genialen Heizgriffe. Irgendwo gibt es Kriechstrom, so dass die Batterie jetzt ein paar mal über den Winter total leer gezogen wurde. Hoffentlich hält sie noch genug Energie, um mich 2021 über die Saison zu bringen.... Ja, ich hätte sie rausnehmen sollen. Aber ich dachte, vielleicht ist ja mal eine kleine Runde drin, wenn man denn schon ein Ganzjahreskennzeichen hat, aber trotz home office und damit wegfallender Fahrtzeiten fraß die Arbeit alles an Zeit auf, was sie bekommen konnte. Hmpf.
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BaerndME

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Antw:schwarzes Motorradfahren
« Antwort #1951 am: 31 März 2021, 13:37:58 »

...Ich kann für die gleiche Menge Risiko jede Menge Dinge tun, die einfach so viel mehr Gaudi machen, als Verbrennungsprodukte ...

Da wir schon bei "Verbrennungsprodukten" und Sterberisiken sind: Wie isses denn eigentlich bei DIR mit "mal 'n Kringel inklusive Kurven zusammen durch Holstein drehen, weil Bock drauf"?

Versuch einer Fahrstil-Selbstbeschreibung: Ich bin so ein "StVO+20" Typ, fahre eher "defensiv-spaßfaktorisch", überhole Autos, wenn die nicht gerade sportlich fahren, aber nur dann, wenn ich das auch übersichtlich tun kann, achte drauf, dass mein Führerschein sicher ist, lasse mir meist leicht zu viel Platz von Fußraste zum Asphalt in Kurven wegen Fehleinschätzungsrisiko...
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RaoulDuke

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Antw:schwarzes Motorradfahren
« Antwort #1952 am: 31 März 2021, 13:58:29 »

Ich bin derzeit sehr wenig unterwegs, weil ich im Moment einige andere Themen vor der Nase habe, die leider meine Zeit fressen, auch wenn es sehr schöne Themen sind... Eigentlich kann man das aber natürlich mal machen.

Allerdings bin ich ehrlich gesagt mit Fahrten mit Anderen allerdings grundsätzlich etwas vorsichtig und kann die Male, bei denen ich das gemacht habe, an einer Hand abzählen (nimmt man mal den engsten Familienkreis aus, der ja glücklicherweise sehr motorradbegeistert ist). Das hatte oft eine unberechenbare Dynamik drin, die mehr als einmal Situationen heraufbeschwor, in denen ich nicht gerne stecke.
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BaerndME

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Antw:schwarzes Motorradfahren
« Antwort #1953 am: 31 März 2021, 15:58:49 »

Allerdings bin ich ehrlich gesagt mit Fahrten mit Anderen allerdings grundsätzlich etwas vorsichtig und kann die Male, bei denen ich das gemacht habe, an einer Hand abzählen (nimmt man mal den engsten Familienkreis aus, der ja glücklicherweise sehr motorradbegeistert ist). Das hatte oft eine unberechenbare Dynamik drin, die mehr als einmal Situationen heraufbeschwor, in denen ich nicht gerne stecke.

Oha. Ich hab bisher nur gute Erfahrungen gemacht (und warte auch vor der nächsten Abbiegung, wenn ich mal zu sportlich für jemanden gewesen sein sollte).
EDIT: Musste mal erzählen, was da passiert ist, ich muss ja nicht in die gleichen Probleme rennen und die gleichen Fehler machen, die andere (in dem Falle du?) schon gemacht haben.
« Letzte Änderung: 31 März 2021, 16:04:17 von BaerndME »
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RaoulDuke

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Antw:schwarzes Motorradfahren
« Antwort #1954 am: 01 April 2021, 10:16:19 »

Musste mal erzählen, was da passiert ist, ich muss ja nicht in die gleichen Probleme rennen und die gleichen Fehler machen, die andere (in dem Falle du?) schon gemacht haben.

Ich versuche mich mal dran. Ich bin ganz am Anfang meiner Motorrad-Karriere mit Plumbum hier aus dem SHH (auch wenn er nicht aktiv ist im Moment) mal durch die Gegend gefahren, weil ich schnell lernen wollte und Routine gewinnen. Das war total nett, und auch absolut unproblematisch und sehr hilfreich. Irgendwann war ich ca. 40 TKM Fahrerfahrung weiter und hatte etwas Routine gewonnen. Ausreichend jedenfalls, um von HH mal ans Mittelmeer zu fahren (und durch Südfrankreich, das ist total und absolut traumhaft) und Italien und Co mitzunehmen. Als meine Lebensgefährtin in mein Leben trat, handelte es sich dabei zu meiner Überraschung auch um jemanden, der für so verrückte Ideen wie 5 Länder in 10 Tagen mit 2 Rädern offen war. :) Sowohl Plumbum als auch meine Lebensgefährtin fahren irgendwie "kompatibel", also zügig, aber angemessen. Ich wollte ja beispielsweise an den Strand von Kroatien und nicht ins Krankenhaus. Hat ja auch geklappt.

Dann gab es aber zwei "Zusammenfahr-Aktionen", die mich echt abgeschreckt haben. Beim ersten mal fuhr ich mit jemandem zusammen, den ich aus einem ganz anderen Kontext kannte, der auch schon länger dabei war (beim Fahren), aber wenig Fahrpraxis besaß. Erschreckenderweise passten aber mangelnde Erfahrung und Risikobewusstsein nicht zusammen, so dass jemand vor mir fuhr, der in Kurven mehrfach deutlich nachkorrigieren und teilweise stark bremsen musste, weil er sich in der Kombination von Linie und Geschwindigkeit verschätzt hatte. Kein Scherz, ich dachte ein paar mal, es sei aus mit ihm. In Rechtskurven mit Gegenverkehr gerade noch die Kontrolle zu behalten ist nicht meine Vorstellung von gutem Fahren. Es bestand aber keinerlei Einsicht, und nach einer Reihe von Situationen, die aus meiner Sicht super-haarscharf waren, merkte ich, dass mir das zuviel war. Am Ende des Ausfluges war ich mit den Nerven durch und hatte das starke Bedürfnis, zu Fuß zu gehen. Jemand, den ich auch nicht aus dem SHH-Umfeld kannte und der mir vorher eher ruhig, kontrolliert und introvertiert erschien, schoß aber den Vogel ab. Als Fahrstil war das eher durchgehend StVO + 60 oder mehr, also gnadenloses Geheize jenseits von Gut und Böse. Mir ist völlig egal, ob jemand das unter Kontrolle hat oder nicht, das geht einfach nicht. Krasseste Überholmanöver trotz Gegenverkehrs und 200 km/h auf kleineren Landstraßen lassen nicht nur alle Motorradfahrer doof aussehen, das ist auch nicht meine Form von Freizeitgestaltung. Als er dann noch meinte, ich würde "fahren wie seine Oma" war es mir zuviel und ich habe ihn ziehen lassen.

Ich bin vielleicht auch eher nicht so ein sozialer Typ bei meiner Freizeitgestaltung. Ich bin auch immer gern allein ausgegangen, verreist und so.
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Eisbär

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Antw:schwarzes Motorradfahren
« Antwort #1955 am: 01 April 2021, 12:48:02 »

Ich bin vielleicht auch eher nicht so ein sozialer Typ bei meiner Freizeitgestaltung.
Ähm... auch wenn es vielleicht komisch ist, das jetzt ausgerechnet von mir zu lesen: so wie Du das schilderst, lag das Problem nicht auf Deiner Seite.
Es gibt - so scheint es mir als Außenstehenden - bei Motorradfahrenden zwei Typen: diejenigen, die relaxt Touren genießen wollen (zu denen gehörst dann offensichtlich Du) und diejenigen, die auf der Suche nach Adrenalinkicks sind.
Dass Du mit letzteren keinen Spaß hast, kann ich mir vorstellen.
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BaerndME

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Antw:schwarzes Motorradfahren
« Antwort #1956 am: 01 April 2021, 13:17:26 »

@Raoul: Das Problem kenne ich. Ich finde es immer wichtig, dass man vom Stil her einigermaßen gut zusammen passt. Das war auch der Anlass für meinen Versuch der Selbstbeschreibung des Fahrstils. Am Ende muss man dann immer sehen, ob es passt, wenn nicht, sollte man auch so ehrlich sein und sich das eingestehen, dann entweder muss derjenige, der schneller fährt, halt immer an der Abbiegung warten, oder man löst die Truppe auf. Das ist besser, als wenn sich jemand genötigt fühlt Dinge zu tun, die er nicht tun will.
Ich persönlich hab mit der einen oder anderen Kurve auch eher ein Problem in der Einschäzung, aber wenn ich am Anfang der Kurve nochmal leicht anbremse, dann meist eher, weil ich die Kurve spontan doch nochmal überschätze. Ich bin aber bemüht, ordentlich zu fahren, den Kopf nicht in den Gegenverkehr zu halten und so weiter, weil ich es selbst nicht leiden kann, da scheiße zu bauen.
Mir wird es auch bei vielen Leuten einfach zu schnell. Ich möchte Spaß haben, bin aber echt nicht Lebensmüde. Von daher...

Ich bin vielleicht auch eher nicht so ein sozialer Typ bei meiner Freizeitgestaltung.
Ähm... auch wenn es vielleicht komisch ist, das jetzt ausgerechnet von mir zu lesen: so wie Du das schilderst, lag das Problem nicht auf Deiner Seite.
Es gibt - so scheint es mir als Außenstehenden - bei Motorradfahrenden zwei Typen: diejenigen, die relaxt Touren genießen wollen (zu denen gehörst dann offensichtlich Du) und diejenigen, die auf der Suche nach Adrenalinkicks sind.
Dass Du mit letzteren keinen Spaß hast, kann ich mir vorstellen.

...hat der Eisbär in sofern Recht, dass das Problem überhaupt nicht bei dir liegt. :)

Eisbär: Das mit den 2 Typen ist eine sehr schematisch vereinfachte Darstellung - klar, logisch - und beschreibt den Punkt, dass es da ein "Problem" (eher "zu beachtender Sachverhalt") gibt. Dennoch ist es ein bisschen komplexer. Es gibt im wesentlichen:
- Menschen, die sehr ängstlich fahren (gerne dann auch 40 in der Stadt auf gerader Strecke)
- Menschen, die eher gemütlich "cruisen" (oft dann auch Chopper- oder Cruiserfahrer)
- Menschen, die so die normalen 5 - 10 mehr auf dem Tacho fahren, also genauso schnell wie der durchschnittliche Autofahrer, der von A nach B kommen will (oft z.b. Reiseenduro-Fahrer)
- Menschen, die etwas sportlicher fahren, aber nie so, dass ihr Führerschein in Gefahr wäre oder sie größere Risiken eingingen. Das sind so die Punkte, dass man z.b. gerne ein wenig Schräglage in der Kurve hätte oder die Beschleunigung des Motorrades nutzt, ein Genuß der Physik (oft Nakedbikes, Sporttourer und dergleichen)
- Menschen, die für das Adrenalin fahren. (meist Rennmaschinen, schnelle Sporttourer oder Streetfighter)
...und alle Graustufen dazwischen.

Das ist deswegen wichtig, weil es eben nicht die beiden Extreme gibt, die du beschreibst, sondern sich eher eine gaußsche Glockenkurve bildet mit dem Peak zwischen dem Normalschnellfahrer und dem leicht sportlichen Typ. Natürlich fallen die Raser immer auf, wie auch die Leute, die selbst du überholen würdest, weil sie zu langsam sind. :)
Der Großteil fährt, erfahrungsgemäß, wirklich eher durchschnittlich.
« Letzte Änderung: 01 April 2021, 13:21:56 von BaerndME »
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RaoulDuke

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Antw:schwarzes Motorradfahren
« Antwort #1957 am: 01 April 2021, 15:18:00 »

Also das mit der Glockenkurve glaube ich auch. Irgendwo in der Mitte müsste ich unterwegs sein, also wenn sich die Kurve auf alle Motorradfahrer bezieht. Weder schnell noch langsam, manchmal lege ich auch eine ziemlich zügige Etappe ein, allerdings nur, wo es angebracht ist (weite Sicht, wenig Verkehr, keine Tiere oder sonstwer, der von irgendwoher auf die Fahrbahn springen könnte usw.). Im Wesentlichen aber unspektakulär.

Was das Einschätzen von Kurven angeht: Klar muss man hier und da mal nachkorrigieren, und ich bin selbst ganz sicher kein perfekter Fahrer. Der etwas Ungeübte aus meinem Beitrag war jedoch einfach viel weiter von Routine entfernt, als man das sein sollte, wenn man einfach so rumbrausen will. Vielleicht hätte der mal ein ADAC-Fahrtraining oder sowas für Wiederaufsteiger machen sollen, keine Ahnung, aber er sein Motorrad richtete sich in Kurven manchmal irgndwie auf und wirkte, als müsste es wieder auf Kurs gezwungen werden. Vielleicht hat er die Vorderradbremse in der Kurve verwendet, ich weiss es nicht. Das erweckte auf mich irgendwie den Eindruck, als sei die Lage nicht ganz im Griff, und das war ziemlich gruselig.

Ich hätte ja mal wieder Lust auf eine Reise... Aber die nächsten Monate wird das wohl noch nichts, bei der aktuellen Lage. Frankreich, ein wirklich schönes, wenn auch seltsames Zweirad-Land, hat gerade wieder einen Monat komplett überall geschlossen. Selbst wenn es legal wäre (oder ist, keine Ahnung) habe ich da gerade nichts verloren. Oder sonstwo. Schade eigentlich.
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Antw:schwarzes Motorradfahren
« Antwort #1958 am: 01 April 2021, 15:35:55 »

Ich hätte ja mal wieder Lust auf eine Reise... Aber die nächsten Monate wird das wohl noch nichts, bei der aktuellen Lage. Frankreich, ein wirklich schönes, wenn auch seltsames Zweirad-Land, hat gerade wieder einen Monat komplett überall geschlossen. Selbst wenn es legal wäre (oder ist, keine Ahnung) habe ich da gerade nichts verloren. Oder sonstwo. Schade eigentlich.

Ich hab vor, im August so ungefähr eine Reise mit folgenden Stopps zu machen:
HH -> Harz -> Regensburg -> Straubing -> Prag -> Prag -> Bautzen -> KW -> Hamburg (oder so ähnlich). Menschen besuchen u.s.w..
Mal schauen, ob das dann schon geht
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EcceRex

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Antw:schwarzes Motorradfahren
« Antwort #1959 am: 07 April 2021, 17:46:53 »

Hach ja...da war ich ja schon sooo lange gar nicht mehr hier...

Frau Ente hat seit ihrem Geburtstag eine TigerEnte zusätzlich zur HornetEnte in der Garage stehen und schon 1500 km runter. Also 2020 war echt mein Mopedjahr....schön mit der HornetEnte während des Corona-Tiefs (Juli/August) durch LT, EST, LV, FI, S und DK gereist. Sie war für ihr Alter und die Straßenqualität da teilweise sehr tapfer. War insgesamt eine sehr schöne Tour. Mein Favoriten-Land war Finnland....das ist sooo schön und die sprechen lustig.
Nach Rückkehr durfte ich dann allerdings a bissl basteln....und die Prüfung der Tachowelle, dem oberen Ende und der Tachoanzeige stehen noch aus, das läuft noch nicht wieder so ganz rund  ::).

@Raoul: Für dieses Jahr hatten wir eigentlich auch Süd-Frankreich (alternativ: Schottland) geplant. Sieht aber wohl eher nach nächstem Jahr aus. Wann bist Du denn gefahren, zu welcher Jahreszeit und wie war Deine Streckenplanung?
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Das Einzelne erweist sich immer wieder als unwichtig, aber die Möglichkeit jedes Einzelnen gibt uns einen Aufschluß über das Wesen der Welt. [Ludwig Wittgenstein]

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Antw:schwarzes Motorradfahren
« Antwort #1960 am: 07 April 2021, 17:55:11 »

...
Frau Ente hat seit ihrem Geburtstag eine TigerEnte zusätzlich zur HornetEnte in der Garage stehen und schon 1500 km runter.
Na sieh an, da triumphiert ja die ganze Familie bei euch.
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