Schwarzes Hamburg

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Autor Thema: Corona  (Gelesen 88202 mal)

käx

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Antw:Corona
« Antwort #780 am: 23 November 2022, 12:20:50 »

du konzentrierst dich zu sehr und zu exklusiv auf das virusgeschehen.
ferguson, faucis und drostens computermodelle haben komplett versagt!
hat prof. ioannidis mit seiner metastudie bereits 2020 bewiesen.

hat auch die wirklichkeit bewiesen. ist fakt.

die causa corona handelt von viel mehr als nur einem virus, das ganze inakzeptable drumherum darum gehts es (mir)

ich werde mich jetzt aber nicht wieder in tausend details verzetteln, denen du
ohnehin nicht zugänglich bist.
das schöne ist ja, niemand wird die ausrede benutzen können, "wir
wussten es ja damals (noch) nicht besser."
doch, wussten wir es gab leute die es besser wussten und es auch gegen alle widerstände
ausgesprochen und nieder geschrieben haben; und zum glück waren
zumindesten gut 20% der deutschen schlau und standhaft und haben sich von
diesem regierungs und pharmaseitigen propaganda-müll nicht einseifen lassen.

all diese informationen (des "widerstandes"), die man als desinformation und co verunglimpft
hat findet sich im netz wieder, jeder kann oder wird sie nachlesen können
und ihren wahrheitsgehalt überprüfen können.

es wird unerträglich für dich sein, dass du trotz deines studiums falsch gelegen hast.

aber zu dieser erkenntnis wirst du und auch viele andere noch eine zeit brauchen, bei dir
wird es vermutlich zur lebenslüge werden.

auf einen retter, befreier oder einen mauerfall oder ähnliches kann man ja derzeit nicht
so recht hoffen.

es werden die zu erwartenden opfer sein, die die erkenntnis bringen werde.

tragisch.


abschließend: ich arbeite seit über dreißig jahre im gesundheitswesen. gesundheitspolitik
ihre institutionen, ihre skandale, ihre korruption, ihre netzwerke (...) sind seit 3 jahrzehnten mein
thema, dass ich schon fast mit übertriebener akribie verfolge, da machst du mir glaube ich nicht sehr viel vor.


und weil abschließend auch wörtlich gemeint ist, sach ich jetzt mal winkewinke, bevor raoul sich wieder genötigt sieht
einzugreifen.






nightnurse

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Antw:Corona
« Antwort #781 am: 23 November 2022, 12:52:04 »

Du liebe Güte.
So viel Desinformation wie in Post 775 muss man ja erstmal geschluckt haben ::)

Ich hätte da mal die Frage an den Ladeninhaber, ob es WIRKLICH nötig ist, daß jemand, der von sich selbst sagt, hier nur noch reinzuschreiben, um andere zu trollen, dazu auch immer wieder Gelegenheit bekommt.
Noch dazu, wenn wir jetzt vom eigentlichen Threadthema weg zu beinharten Verschwörungserzählungen kommen.

ich werde mich jetzt aber nicht wieder in tausend details verzetteln, denen du
ohnehin nicht zugänglich bist.
...
es wird unerträglich für dich sein, dass du trotz deines studiums falsch gelegen hast.

aber zu dieser erkenntnis wirst du und auch viele andere noch eine zeit brauchen, bei dir
wird es vermutlich zur lebenslüge werden.

lol.
Kennst Du den Ausdruck "Projektion"?
(Und kennst Du den Ausdruck "Gish Galopp", falls nicht, Du beherrschst es meisterhaft.)

Und ist Dir aufgefallen, daß Du streckenweise klingst wie der Prediger einer Erlösungsreligion? "Denn wahrlich ich sage Euch, es wird der Tag kommen, da wir zu unserem Recht kommen und der HErr wird unsere Feinde strafen und unter ihnen wird sein ein Heulen und Zähneklappern!!1!!".
Was, wenn nicht?


Zitat
und weil abschließend auch wörtlich gemeint ist, sach ich jetzt mal winkewinke, bevor raoul sich wieder genötigt sieht
einzugreifen.


Wenn das mal nicht wieder ein leeres Versprechen ist. Denk Dir ein Bombe-Zitat Deiner Wahl.


Danke übrigens an Eisbär für #779.


Und hier, Corona interessiert mich noch. Erstens, weil ich keinen Bock auf multiple Infektionen mit dem Scheiß habe. Zweitens, weil einschlägige Arschkrampen gerade dran arbeiten, die Geschichte zu retconnen und so zu tun, als sei gar nichts gewesen.






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Eisbär

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Antw:Corona
« Antwort #782 am: 23 November 2022, 19:36:09 »

ist fakt.
Ok, Flacherdler.
Zitat
das schöne ist ja, niemand wird die ausrede benutzen können, "wir
wussten es ja damals (noch) nicht besser."
Sagt der, der Seite an Seite mit Neonazis Verschwörungsmythen verbreitet.
Zitat
und leider waren
zumindesten gut 20% der deutschen dumm wie Bohnenstroh und komplett verblendet und haben sich von
Rechtsextremisten instrumentalisieren lassen.
Ich habe Deine Fehler mal korrigiert.

Zitat
jeder kann oder wird sie nachlesen können
und ihren wahrheitsgehalt überprüfen können.
Hab ich getan. Es sind saudumme Lügen, man muss schon wirklich saudumm sein, um darauf hereinzufallen.

Zitat
es wird unerträglich für dich sein, dass du trotz deines studiums falsch gelegen hast.
Nein, Fehler gehören zum Leben. Nur liege ich nicht falsch. Du bist nur viel, viel, viel, viel zu ungebildet, um das zu erkennen, Flacherdler.

Zitat
ich arbeite seit über dreißig jahre im gesundheitswesen. gesundheitspolitik
ihre institutionen, ihre skandale, ihre korruption, ihre netzwerke (...) sind seit 3 jahrzehnten mein
thema, dass ich schon fast mit übertriebener akribie verfolge...
Tragisch, dass Du trotzdem weniger Ahnung davon hast, als eine Milchkuh vom Stabhochsprung.


Edit:


Zitat
hat prof. ioannidis mit seiner metastudie bereits 2020 bewiesen.
Der Ioannidis, der im März 2020 sagte, es gäbe bis dahin ja nur 68 Tote in den USA, dass wird schon nicht exponentiell wachsen, das es 680, 6800 oder 680.000 Tote in den USA geben würde, sei schlechte Science fiction? *
Zur Info: es gab Stand heute 1,1 Mio Tote in den USA durch Covid, Lügen-käx.

*Quelle: https://www.statnews.com/2020/03/17/a-fiasco-in-the-making-as-the-coronavirus-pandemic-takes-hold-we-are-making-decisions-without-reliable-data/
« Letzte Änderung: 23 November 2022, 19:45:50 von Eisbär »
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Eisbär

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Antw:Corona
« Antwort #783 am: 23 November 2022, 21:15:10 »

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RaoulDuke

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Antw:Corona
« Antwort #784 am: 24 November 2022, 11:17:07 »

Ich hätte da mal die Frage an den Ladeninhaber, ob es WIRKLICH nötig ist, daß jemand, der von sich selbst sagt, hier nur noch reinzuschreiben, um andere zu trollen, dazu auch immer wieder Gelegenheit bekommt.

Ach Nurse, ich würde so gern sagen, dass wir doch alle erwachsen sind, und uns auch schon ziemlich lange kennen. Die hier im Thread Beteilgten haben vor noch nicht allzu langer Zeit zusammen am Lagerfeuer gesessen.

Ich weiss nicht, ob ich zu viel hineininterpretiere in Deine Frage, aber ich würde ungern käx oder irgendwen hier rausschmeissen. Das habe ich ein einziges gemacht mit jemandem, aber das war bekanntermaßen eine sehr traurige Geschichte. Ansonsten bin und bleibe ich nun einmal von freier Meinungsäußerung überzeugt. Forum ist lateinisch und bedeutet Marktplatz, öffentlicher Platz. Und genau das sind wir hier.

Ich finde es von käx total sinnlos und kontraproduktiv, hier wieder einen Streit über das altbekannte Thema vom Zaun zu brechen, weil die Folgen ja absehbar sind. Ich erinnere mich aber auch, warum ich das Thema mal auf read only setzte: Nicht, weil ich glaubte, dass man darüber nicht diskutieren können sollte. Sondern einzig und allein weil unsere Möglichkeiten als kleine Gemeinschaft in einem technisch altbackenen Forum begrenzt sind, eine so hochentzündliche gesellschaftliche Konfliktlinie mittels Diskussion zu bewältigen. Es ging damals und es geht auch heute nicht um Daten, Zahlen, Fakten oder gar Argumente. Die Emotionalität entlarvt das mehr als eine Glaubens-Debatte. Und das kann man nicht diskutieren.

Insofern geht es mir um den Schutz dessen, was ich gedanklich so gern als analog einer Bar ansehe. Hier sind nämlich eigentlich alle willkommen, und gerade auch die Besonderen und Ungewöhnlichen. Es sollte nicht so sein, dass man bevor man es sich in der Bar gemütlich macht, erstmal irgendwelche Statements abgeben muss, wo man politisch steht, was man über Impfen denkt, wie man zu Klimawandel, veganer Ernährung, LGBTQIA+ oder was das neueste Akronym davon ist oder sonstwozu steht. Im Rahmen des friedlichen Miteinander darf grundsätzlich alles diskutiert werden. Wie in einer Bar.

Die Grenzen der eigenen Freiheit ist jedoch die Freiheit des Anderen - das ist nicht nur das wesentliche Prinzip einer rechtstaatlichen Gesellschaft, in der wir ja glücklicherweise leben (und nicht in einer Corona-Diktatur oder anderem Krams, von dem man gelegentlich liest). Und in einer Bar ist es noch etwas enger: Die eigene Diskussionsfreiheit endet (neben den wirklich weitgesteckten rechtlichen Grenzen) da, wo die anderen keinen Bock haben, mit einem zu diskutieren.

Ich würde daraus ein paar Dinge ableiten:

- Wer keine Lust hat zu diskutieren, diskutiert einfach nicht mit. Wenn man denkt, der andere trollt - don't feed the trolls heisst es so schön: Nicht reagieren. Es gibt auch eine Ignore-Funktion, die ist super.

- Wer Lust hat zu diskutieren, tut das bitte so, wie er es auch in einer Bar tun würde: Mit grundlegendem Respekt vor seinen Mitmenschen. Die mögen in der Regel weder gern vollgetrollt werden noch beschimpft, beleidigt, rüde angepampt oder zu Nazis erklärt. Der Umstand, dass man im Forum weniger leicht direkt auf's Maul bekommt als in einer Bar, wo man das versucht, kann zwar verlockend sein, aber irgendwann trifft man die Leute auch im echten Leben wieder, nicht vergessen.

- Das Erscheinungsbild des Forums ist mir nicht egal. Wenn wir hier zu einem Querdenker-Forum mutieren würden, würde ich mit Sicherheit eingreifen. Das gilt genauso, wenn wir hier zu politisch extremistischen Forum in irgendeiner Form mutieren würden, ob rechts oder links oder was es noch so geben könnte. Wir sind hier das SHH, und da geht es um alles Gruftige. Herzhafte Diskussion an sich ist nicht schlimm, wenn sie obige Regeln befolgt. Denkt einfach an die Bar. Eure Gegenüber sind Menschen - auch ich. Seid nett zu ihnen.

*edit: so viele Typos. Ich bin irgendwie nicht ganz fit. Zwar kein Corona, aber man wird sich ja auch mal erkälten dürfen, so ganz oldschool.
« Letzte Änderung: 24 November 2022, 11:24:41 von RaoulDuke »
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BaerndME

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« Antwort #785 am: 25 November 2022, 00:06:33 »

@Raoul: In einer Bar regelt sich das normalerweise, indem Leute, die nur stänkern wollen, selbst merken, dass sie nicht da hin passen und gehen.
(Das hatte Käx ja angekündigt, aber nicht gehalten, es macht wohl zu viel Spaß, Unfrieden zu stiften)
Wenn das nicht passiert, sagt aber irgendwann meist auch der Wirt zu Menschen, die nur Unfrieden verbreiten, dass sie kein Bier mehr bekommen und bitte gehen sollen.

Ich verstehe aber deinen Ansatz und es ist mir auch, zugegebenermaßen, grundsympathisch, dass du die neutrale Linie mit radikaler Konsequenz verfolgst.

@Nörs: Blockier den Stänkerer einfach. Dann musst du das nicht mehr lesen, es sei denn, jemand zitiert. Das macht das ganze hier wirklich viel entspannter.
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nightnurse

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« Antwort #786 am: 25 November 2022, 08:29:04 »

Raoul: Ich weiss. Wir hatten das schon und eigentlich find ich Deine EInstellung gut und so.

Aber Baernd hat halt auch recht ^^

Und ignore gefällt mir nur begrenzt. Erstens erfordert es Selbstdisziplin, zu sehen, daß der Troll wieder trollt und nicht zu gucken, WAS er trollt ::) außerdem möchte ich nach wie vor gerade in diesem Thema nicht, daß Desinformation und Gülle einfach unwidersprochen in der Kneipenecke ausgeschüttet werden und liegenbleiben. Ich säße auch nicht in einer reellen Kneipe mit einem Haufen Kuhscheiße in der Ecke.
Ich möchte auch mal die Meinung äußern, daß gerade die letzten Trollposts wieder keine Meinungsäußerungen waren, sondern eben die Verbreitung von Falschinformation. Ich seh da einen Unterschied.

_________________

Eisbär: Das Problem, was immer es ist, lautet einfach nicht "Bildung". Wenn Du Dich mal umguckst, sind sehr viele hochgebildete, auch wissenschaftlich gebildete, Menschen auf Unfug reingefallen. Nobelpreisträger in Naturwissenschaften haben schon gequirlten Unsinn abgesondert. Ich stimme zwar zu, daß manche Leute ::) überhaupt keinen Zugang zur Methode "Wissenschaft" haben (ich kenn da selbst jemanden), aber das ist kein Problem der Bildung (mein Jemand hat dieselbe Schule besucht wie ich und denselben Abschluss gemacht und danach sogar noch diverse Semester Universität. Ich habe nur Leute gekannt, die studiert haben und ICH versuch jetzt, dem "Wissenschaft" zu erklären)(erfolglos, seit Jahren). Ich glaube nicht, daß es da ne einfache Erklärung gibt, die für alle gilt.
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« Antwort #787 am: 28 November 2022, 19:34:39 »

Vorweg, ich habe den Thread nicht mitverfolgt, habe nur einige der letzten Postings gelesen.

ICH werde nicht zur tagesordnung über gehen, frieden wird erst herrschen, wenn recht und gerechtigkeit wieder hergestellt sind.
Geht mir allerdings ähnlich! In den letzten zwei Jahren ist in mir etwas zerbrochen was sich eventuell nicht mehr kitten lassen wird.
Man könnte es als "Gesellschaftliches Grundvertrauen" bezeichnen.

Vorher hatte ich wirklich die Illusion
- die Leute würden zuerst ihrem gesunden Menschenverstand vertrauen, und dann erst nachrangig den Medien.
- die Leute wären wenigstens HALBWEGS in der Lage, Risiken realistisch abzuschätzen und Zahlen einzuordnen. Oder notfalls auch mal per Dreisatz umzurechnen.
- den Leuten wäre persönliche Freiheit wirklich etwas Wert und sie würden diese nicht bei erster Gelegenheit über Bord werfen für ein bisschen gefühlte, abstrakte Sicherheit.
- die Medien gäben ein gesundes Verhältnis unterschiedlicher Positionen wieder, auch im Krisenfall. (Die Basis funktionierender Demokratie?)
... und viele mehr ...

Nach dem was sich abgespielt hat (was sicher von allen Seiten sehr unterschiedlich wahrgenommen wurde) sind mir so einige Illusionen abhanden gekommen. Geblieben ist ein düsteres Bild einer hoch instabilen, manipulierbaren, sich gegenseitig fertig machenden und sich maßregelnden, Angst-gesellschaft.

Und das, ganz abseits der "technischen" Betrachtung der strittigen Punkte. Also Impfung, tatsächlicher Gefährdung durch C, Zahlen, Studien, An-oder-mit-corona, Todeszahlen, persönlicher Wahrnehmung...

Für mich ist ein schlichtes "Zurück zur Tagesordnung, wen schert denn noch der Mist von gestern" zur Zeit auch nicht möglich...auf keinen Fall! Schön wenn andere Menschen das Thema wenig angekratzt hat und sie es einfach ad-acta legen können.
« Letzte Änderung: 28 November 2022, 19:42:02 von PlayingTheAngel »
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« Antwort #788 am: 29 November 2022, 12:49:24 »

...In den letzten zwei Jahren ist in mir etwas zerbrochen was sich eventuell nicht mehr kitten lassen wird.
Man könnte es als "Gesellschaftliches Grundvertrauen" bezeichnen.

Vorher hatte ich wirklich die Illusion
- die Leute würden zuerst ihrem gesunden Menschenverstand vertrauen, und dann erst nachrangig den Medien.
- die Leute wären wenigstens HALBWEGS in der Lage, Risiken realistisch abzuschätzen und Zahlen einzuordnen. Oder notfalls auch mal per Dreisatz umzurechnen.
- den Leuten wäre persönliche Freiheit wirklich etwas Wert und sie würden diese nicht bei erster Gelegenheit über Bord werfen für ein bisschen gefühlte, abstrakte Sicherheit.
- die Medien gäben ein gesundes Verhältnis unterschiedlicher Positionen wieder, auch im Krisenfall. (Die Basis funktionierender Demokratie?)
... und viele mehr ...

Nach dem was sich abgespielt hat (was sicher von allen Seiten sehr unterschiedlich wahrgenommen wurde) sind mir so einige Illusionen abhanden gekommen. Geblieben ist ein düsteres Bild einer hoch instabilen, manipulierbaren, sich gegenseitig fertig machenden und sich maßregelnden, Angst-gesellschaft.

Und das, ganz abseits der "technischen" Betrachtung der strittigen Punkte. Also Impfung, tatsächlicher Gefährdung durch C, Zahlen, Studien, An-oder-mit-corona, Todeszahlen, persönlicher Wahrnehmung...

Für mich ist ein schlichtes "Zurück zur Tagesordnung, wen schert denn noch der Mist von gestern" zur Zeit auch nicht möglich...auf keinen Fall! Schön wenn andere Menschen das Thema wenig angekratzt hat und sie es einfach ad-acta legen können.

Schade, dass du geschrieben hast, Punkte wie die Impfung ect. seien strittig, sonst hätte ich dir gerne mein sehr großes Verständnis ausgedrückt.

Es hat eine Zeitenwende gegeben, die aber nicht schleichend kam oder so, dass Menschen sich drauf einstellen konnten, sondern eben sehr plötzlich. Es hat uns einfach alle eiskalt erwischt. Ich meine, es war jetzt kein Apokalypse-Szenario, wie uns droht, wenn Putin hier in Mitteleuropa Ernst macht, aber man sollte die Wirkung auf die Menschen nicht unterschätzen.
Und auch nicht die Wirkung einer gesellschaftlichen Spaltung, derer viele von uns sich schuldig gemacht haben (und einige es auch weiter tun, weil sie es nicht lassen können -> *auf käx zeigt*).

Es kommen jetzt die News aus China, wo Menschen gegen 0-Covid demonstrieren gehen. Was man den Menschen dort angetan hat, zeigt mal wieder ganz gut, wie wichtig es war, entgegen dem, was viele von uns am Anfang der Pandemie geglaubt haben, dass unsere westlichen Regierungen mit Augenmaß an die Maßnahmen ran gegangen sind, statt radikal alles dicht zu machen.
Und abgesehen von wenigen Wochen Anfang 2020 hat man uns ja auch nicht wirklich weg gesperrt und unserer Freiheit beraubt, wie in China. Zu unserem Glück.
Dass einfach die Zeitenwende, wie wir sie erleben, dennoch vieles mit uns macht, was wirklich nicht angenehm und nicht gut zu ertragen ist, steht dabei außer Frage.

Dennoch wäre es für jeden der 6,6 Millionen Toten weltweit schön gewesen hätte man ihn retten können.
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« Antwort #789 am: 29 November 2022, 23:09:45 »

Hmmja, Zeitenwende... ja, so könnte man es eventuell zusammenfassen. Meinen wir hier das gleiche? Also ich meine z.B.

- Einen Wandel in der politischen und medialen Kultur. Einschneidende Maßnahmen wurden als "alternativlos" verkauft, die Medien haben in ihrer Kontrollfunktion vollständig versagt und kritischen, mäßigenden Stimmen keinerlei Raum gegeben. Die Politik hat die Situation (aus meiner Sicht) bewusst dramatisiert um ihr Handeln zu rechtfertigen. Durchaus diskutable und längst nicht unumstrittene Thesen wurden unter dem Label "follow the sience" als absolute Wahrheiten verkauft, Kritik oder Diskurs nicht erwünscht.

- Wo früher eine gesunde, respektvolle Diskurskultur in Politik und Gesellschaft herrschte, wurden moralische "Gut/Böse" Narrative verbreitet. Totschlagargumente. (anmaßende) Moral sticht nun mal alles in der Diskussion! Plötzlich ging es im Wesentlichen darum ob der Diskutant oder seine Themen "moralisch integer" waren. Gab es daran Zweifel, wurden die Leute gebrandmarkt (z.B. als "rechtes", "Schwurbler",...) und vom Diskurs ausgeschlossen. Ich rede von kritischen Stimmen, nicht von "Mikrochips in der Impfung" Spinnern. Des weiteren scheinen inzwischen Menschen sofort "raus" zu sein, die gelegentlich auch falsche Aussagen treffen. Wer könnte diesem verklärt hohen Anspruch noch genügen?
Mal ganz abgesehen davon dass Leute, wenn sie einmal gelabelt sind oder sich Kontaktschuld aufgeladen haben, grundsätzlich nicht mehr gehört werden, egal wie gut ihre Argumente sind. Ein einziger, gnadenloser Kampf um Deutungshoheit.

- Während der "heißen" Phase wurden von Politik und Medien aus meiner Sicht mehrfach rote Linien überschritten. Die Hetze und Ausgrenzung ungeimpfter Menschen stand dabei in keiner Relation zum gesellschaftlichen Vertrauensverlust. Sage ich als mehrfach Corona geimpfter(!). Mäßigung wäre angebracht gewesen. Die Schuldigen für die beklemmende Situation waren schnell ausgemacht: Die ungeimpften. Unsolidarische Oma-Mörder und Pandemietreiber!!. Mich erinnerte das gesellschaftliche Klima stark an Mittelalterliche Zustände!

Zur Einordnung: Mir geht's schlicht nicht darum ob diese Impfung genützt (hat sie bestimmt) oder geschadet (hat sie bestimmt auch) hat. Es geht mir darum, dass wir als freie Menschen verdammt nochmal zu jedem noch so aufgeheizten Zeitpunkt selbst entscheiden sollen ob wir uns impfen lassen wollen. Und vor allem (noch viel wichtiger!) frei nach dem Motto "leben und leben lassen" die anderen Menschen einfach mit ihrer Entscheidung in Ruhe lassen sollten statt sie auf einen Scheiterhaufen zu zerren.

So ist jedenfalls meine Wahrnehmung. Ich weiß dass Andere die Dinge diametral entgegengesetzt erlebt haben und sehen.
« Letzte Änderung: 29 November 2022, 23:25:48 von PlayingTheAngel »
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« Antwort #790 am: Gestern um 11:09:46 »

- Wo früher eine gesunde, respektvolle Diskurskultur in Politik und Gesellschaft herrschte, wurden moralische "Gut/Böse" Narrative verbreitet.

Aber mal ehrlich, wann genau war dieses "früher"? Das muss vor meiner Zeit gewesen sein. Zumindest vor dem Internet. Aber auch aus den 90ern kann ich mich erinnern, daß der Diskursteil, der öffentlich wurde, Talkshows, Leserbriefe und Politiker in den Medien, ziemlich auf die Kacke hauen konnte. Weiss das jemand noch, die Pogrome im Osten und was danach kam?
Und nun wäre es zwar schön, wenn die Medien immer total ausgewogen über alles berichten und Diskurs ermöglichen würden. Aber was genau bedeutet "ausgewogen"?
Meiner Ansicht nach wurde den sogenannten "kritischen Stimmen" in den vergangenen Jahren sehr viel mehr Raum gegeben, als ihrem "Gewicht" entspricht. Du kennst den Vergleich "man lässt keinen Astrophysiker auftreten und der Ausgewogenheit halber einen Flacherdler". Nein, nicht alle kritischen Stimmen entsprachen der Kategorie "Flacherdler". Aber da waren schon ein paar Heliozentriker und Jungerdler und Intelligentesdesignler dabei. Und die waren ständig präsent.

Zitat
Wer könnte diesem verklärt hohen Anspruch noch genügen?

Das seh ich aber auch als Problem der Gegenseite. Da wurden kontinuierlich Dinge verlangt, die an Hellseherei grenzen. Und wenn sich herausstellt, oh, die konnten nicht hellsehen und haben dennoch Nummer sicher gefordert und es war gar nicht in dem Maße nötig, wird getan, als habe man es schon immer gewusst!!!11, dabei war man nur dagegen gewesen.
Auch den Anspruch an Die Medien™, den Du weiter oben geäußert hast, finde ich zwar nett, aber verklärt hoch :]

Das Label und die Kontaktschuld, pardon, haben sich echt ne Menge Leute selbst angeklebt und sich in diese Kontakte begeben, freiwillig.


Zitat
Es geht mir darum, dass wir als freie Menschen verdammt nochmal zu jedem noch so aufgeheizten Zeitpunkt selbst entscheiden sollen ob wir uns impfen lassen wollen. Und vor allem (noch viel wichtiger!) frei nach dem Motto "leben und leben lassen" die anderen Menschen einfach mit ihrer Entscheidung in Ruhe lassen sollten statt sie auf einen Scheiterhaufen zu zerren.

Da bin ich anderer Ansicht.
Bis auf den Teil mit dem Scheiterhaufen, wir haben heutzutage Geldstrafen ::)
Das Leben als Gesellschaft, als Teil davon, erfordert Regeln und Maßnahmen, die die Gesellschaft als Ganzes und damit möglichst viele Einzelteile davon schützen. Deshalb wirst du nicht mit der Entscheidung in Ruhe gelassen, ob du besoffen ein KfZ im öffentlichen Raum führen willst und auch nicht mit der Frage, ob du mit offener Tuberkulose an der Fleischtheke arbeiten möchtest. Manche der Entscheidungen, die Menschen treffen, sind einfach so dumm und gemeingefährlich, daß man sie damit nicht leben und leben lassen *kann*, so daß es darüber Gesetze gibt.
Eine Impfpflicht kann unter bestimmten Umständen Teil dieser Gesetze werden.
Ich bin noch gegen Pocken geimpft und wenn wir o.a. Motto gefolgt wären, wären die gottverdammten POCKEN heute noch ein Ding. Aber sie sind WEG. Und das ist gut so.

Ich arbeite in einem Metier, in dem es Impfpflichten schon vor Corona gab. Niemand hat ein Recht darauf, Menschen, die ihm beruflich ausgeliefert sind, mit ansteckenden und potentiell tödlichen Krankheiten zu beglücken, das ist *nicht* sein Recht zu entscheiden. Ja, ich weiss, da helfen die Corona-Impfungen nur begrenzt, aber mehr als *keine* Impfung. Außerdem gibt es noch sowas wie Arbeitsschutz, der ist auch nicht dem Einsichtsvermögen des Einzelnen überlassen.
Womit ich sagen will, es *gibt* Indikationen für Impfpflichten, sogar für allgemeine.

Daß die Regierungen in Sachen Corona-Impfung in verschiedenen Aspekten echt nicht geglänzt haben, steht außer Frage. Aber "mittelalterliche Zustände" und "Hetze", hm, naja.


Zitat
Ich weiß dass Andere die Dinge diametral entgegengesetzt erlebt haben und sehen.

Ich  glaube, das "erleben" spielt hier auch ne große Rolle, ja.
Wer in einem großen Krankenhaus arbeitet, hat mit Sicherheit andere Dinge erlebt als meine Eltern auf dem Land oder der Querdenker in Sachsen.
Das Leid und der Tod waren für die allermeisten Menschen nur höchst abstrakt (alles Leid. Auch das durch die Maßnahmen. Womit ich nicht "ich konnte 2 Jahre nicht saufen und tanzen" meine).
Und die allermeisten von uns waren auch nicht in der unschönen Position, Entscheidungsträger zu sein und sich überlegen zu müssen, was passiert, wenn ich jetzt erstmal auf die Ergebnisse warte? Warte ich? Vielleicht ist die Wand da vorne nur aus Pappe. Soll ich bremsen? Wie sieht das nachher vor den Nachbarn aus, wenn die Wand wirklich nur aus Pappe war? Aber wenn sie nicht aus Pappe ist, bin ich vielleicht tot. Hm. Ja. Hm.

(Natürlich hat auch kaum jemand von uns erlebt, wie das ist, wenn man z.B. von der maskenherstellenden Industrie ein lukratives Angebot unterbreitet bekommt ::) )



...*brabbel*. Und das alles vor dem zweiten Kaffee.
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« Antwort #791 am: Gestern um 13:21:26 »

Hmmja, Zeitenwende... ja, so könnte man es eventuell zusammenfassen. Meinen wir hier das gleiche? Also ich meine z.B.

Ich denke schon.

Fangen wir mal hier an:

- Wo früher eine gesunde, respektvolle Diskurskultur in Politik und Gesellschaft herrschte, wurden moralische "Gut/Böse" Narrative verbreitet. Totschlagargumente. (anmaßende) Moral sticht nun mal alles in der Diskussion! Plötzlich ging es im Wesentlichen darum ob der Diskutant oder seine Themen "moralisch integer" waren. Gab es daran Zweifel, wurden die Leute gebrandmarkt (z.B. als "rechtes", "Schwurbler",...) und vom Diskurs ausgeschlossen. Ich rede von kritischen Stimmen, nicht von "Mikrochips in der Impfung" Spinnern. Des weiteren scheinen inzwischen Menschen sofort "raus" zu sein, die gelegentlich auch falsche Aussagen treffen. Wer könnte diesem verklärt hohen Anspruch noch genügen?
Mal ganz abgesehen davon dass Leute, wenn sie einmal gelabelt sind oder sich Kontaktschuld aufgeladen haben, grundsätzlich nicht mehr gehört werden, egal wie gut ihre Argumente sind. Ein einziger, gnadenloser Kampf um Deutungshoheit.

Das, genau das, meine ich mit der Spaltung.
Ich kann mal für mich sprechen. Lies die ersten Seiten des Threads, und du wirst sicherlich viele radikale Statements von mir finden. Warum?
Zum Einen ist es so, dass ich der Meinung bin, dass wir, wenn wir alle Menschen durch geimpft hätten und in der ersten Zeit etwas härtere Maßnahmen gehabt hätten, Menschenleben hätten retten können. Der persönlichen Meinung bleibe ich auch. Es ist DAS GUTE, was ich für die Menschheit wollte. Das Beste, und weniger Tote waren für mich gleichbedeutend mit dem Besten. (das hat sich zumindest leicht relativiert)
Zum Anderen ist es so, dass ich der schier Unfassbaren Leugnung von Fakten und logischen Zusammenhängen gegenüber sehr, sehr ungläubig da gestanden habe und mich hilflos gefühlt habe, weil diese ganzen Zahlen mit Impfung, Todesopfern der Seuche, Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen u.s.w. einfach so eindeutig auf der Hand lagen, es war zum Haare raufen,
Ist es immer noch.

In dieser Hilflosigkeit sind mir einige Sachen abhanden gekommen: Verständnis für die "Gegenseite" (was man leider so bezeichnen muss aus meiner Sicht damals), die Einsicht, dass man die Meinung von hier anders denkenden Menschen in einer so aufgeladenen Situation eh nicht ändern kann und den Preis, den eine gesellschaftliche Spaltung fordert.

Niemand (außer käx) hat in den sozialen Medien und hier angefangen, auf die "Gegenseite" drauf zu hauen, weil er/sie/* Spaß am drauf hauen hatte, sondern aus Angst und Hilflosigkeit und der Überzeugung, das Beste zu tun.
Das haben wir alle gemeinsam, egal, welche Ansicht wir vertreten.

Ich habe Menschen, die sich sehr gern hatte, auf dem Weg lassen müssen dadurch.

- Einen Wandel in der politischen und medialen Kultur. Einschneidende Maßnahmen wurden als "alternativlos" verkauft, die Medien haben in ihrer Kontrollfunktion vollständig versagt und kritischen, mäßigenden Stimmen keinerlei Raum gegeben. Die Politik hat die Situation (aus meiner Sicht) bewusst dramatisiert um ihr Handeln zu rechtfertigen. Durchaus diskutable und längst nicht unumstrittene Thesen wurden unter dem Label "follow the sience" als absolute Wahrheiten verkauft, Kritik oder Diskurs nicht erwünscht.

Nein, da widerspreche ich dir. Ich denke, das ist eine emotionale Sicht, die ich dir total zugestehe, denn die Pandemie und die Maßnahmen haben dir ja geschadet, daher ist diese Sicht fast schon ein zwangsläufiges Ergebnis.
Versuche, dich in Politiker hinein zu versetzen. Niemand von ihnen wollte der Wirtschaft und den Menschen schaden, schon alleine wegen der Wählerstimmen! Egal, was sie taten, niemandem konnte es recht sein, sie konnten nur verlieren, und mussten nebenbei noch eine Katastrophe (vgl. Brasilien, USA) verhindern. Ein Eiertanz auf des Messers Schneide.
Und ich möchte betonen: Unsere Politik hätte auch agieren können wie die chinesische oder australische. Haben sie aber nicht, es war alles Augenmaß. Sicher nicht immer richtig, aber nie totalitär.

Medien? Die haben das getan, was sich am besten verkauft. Wie immer.

- Während der "heißen" Phase wurden von Politik und Medien aus meiner Sicht mehrfach rote Linien überschritten. Die Hetze und Ausgrenzung ungeimpfter Menschen stand dabei in keiner Relation zum gesellschaftlichen Vertrauensverlust. Sage ich als mehrfach Corona geimpfter(!). Mäßigung wäre angebracht gewesen. Die Schuldigen für die beklemmende Situation waren schnell ausgemacht: Die ungeimpften. Unsolidarische Oma-Mörder und Pandemietreiber!!. Mich erinnerte das gesellschaftliche Klima stark an Mittelalterliche Zustände!

Zur Einordnung: Mir geht's schlicht nicht darum ob diese Impfung genützt (hat sie bestimmt) oder geschadet (hat sie bestimmt auch) hat. Es geht mir darum, dass wir als freie Menschen verdammt nochmal zu jedem noch so aufgeheizten Zeitpunkt selbst entscheiden sollen ob wir uns impfen lassen wollen. Und vor allem (noch viel wichtiger!) frei nach dem Motto "leben und leben lassen" die anderen Menschen einfach mit ihrer Entscheidung in Ruhe lassen sollten statt sie auf einen Scheiterhaufen zu zerren.

So ist jedenfalls meine Wahrnehmung. Ich weiß dass Andere die Dinge diametral entgegengesetzt erlebt haben und sehen.

Es gab bewusst keine Impfpflicht für die Allgemeinheit. Es gab bewusste Maßnahmen zum Schutz vulnerabler Gruppen, die an Impfungen gekoppelt waren, wo es sinnvoll war (Massenveranstaltungen).

Diejenigen, die "Omamörder" geschrien haben: Zu der Zeit hatte ich mich vermutlich schon aus den sozialen Medien verabschiedet, weil ich den Hass von allen Seiten nicht mehr ertragen habe. Es waren vermutlich nur wenige, die sehr laut waren, und viele, die durch ihr Schweigen zugestimmt haben, aber ja, das ist grundfalsch und da sind wir wieder bei der gesellschaftlichen Spaltung, die ich meine. Gebracht hat es niemandem etwas, aber es hat sehr viel von uns zerstört.


Ich gebe es zu: Wir haben viele Fehler gemacht, wir haben viel gespalten und zerstört. Ich habe viele Fehler gemacht. Ich habe mich falsch verhalten. Der Glaube, das Gute zu tun, ist dabei irrelevant.
Sinnlose Spaltung zu befeuern und Menschen überzeugen zu wollen, die nicht zu überzeugen sind, ist einfach falsch.
Ich hätte das lassen sollen, wir hätten das lassen sollen. Dazu stehe ich.

...wenigstens mit einem der verloren geglaubten Menschen habe ich damit wieder zusammen gefunden, was mich auch glücklich macht.


Die "Zeitenwende" ist ein bisschen was Anderes. Einfach das Feeling auf Arbeit, auf Partys, auf Konzerten, überall im öffentlichen Leben, wo alles gefühlt nicht mehr so so ist wie früher. Das spüren wir alle.
Die Zeit des großen Luxus ist vorbei, die 90er, 2000er und die 2010er werden einst als die goldenen, friedlichsten Jahre in den Geschichtsbüchern zu finden sein, in der die Menschheit so reich und wohlhabend und glücklich war wie nie zuvor und auch nie wieder.
Jetzt haben wir es mit fiesen Fratzen zu tun, mit Krieg, Inflation, Klimakrise, Energiekrise und dem postfaktischen Zeitalter.
« Letzte Änderung: Gestern um 13:51:13 von BaerndME »
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RaoulDuke

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« Antwort #792 am: Gestern um 16:08:22 »

Die Zeit des großen Luxus ist vorbei, die 90er, 2000er und die 2010er werden einst als die goldenen, friedlichsten Jahre in den Geschichtsbüchern zu finden sein, in der die Menschheit so reich und wohlhabend und glücklich war wie nie zuvor und auch nie wieder.
Jetzt haben wir es mit fiesen Fratzen zu tun, mit Krieg, Inflation, Klimakrise, Energiekrise und dem postfaktischen Zeitalter.

Ich weiß, ich habe hier eine Rolle zu verteidigen als Zweifler, als Pessimist und auch als Crash-Prophet.

Aber ich glaube, was Du sagst wird nicht so kommen.

Schau Dir an, wie kurz die Kultur des homo sapiens bisher existiert hat in Bezug auf die Geschichte des Planeten - und was für unvorstellbar tolle Dinge wir erreicht haben. Jeden Tag wird die Welt durch den menschlichen Innovationsgeist ein bisschen besser. Medikamente werden erfunden, die Technologie in atemberaubernder Geschwindigkeit weiterentwickelt, die Erkenntnisse vorangetrieben und der Wohlstand aller steigt und steigt und steigt. Klar ist das kein linearer Prozess, und es hat immer wieder Rücksetzer gewesen, auch ziemlich drastische, aber es deutet aus meiner Sicht nichts darauf hin, dass wir uns auf ein "Ende der Zeiten"-Szenario zubewegen, und die Schaffenkraft des Menschen erlischt oder er bald ausstirbt.

Wir lesen nur wenig von den guten Dingen, weil wir auf das Erkennen von Bedrohungen konditioniert sind. Also werden uns Bedrohungsgeschichten verkauft. Aber wenn man sucht, kann man auch über die positiven Dinge lesen, beispielsweise auf Humanprogress.org.

Es sind ein paar Anpassungen seitens der Menschenheit erforderlich, aber das sind und waren sie immer sie immer. Mal mehr, mal weniger, gerade eher mehr. Wie schnell der Mensch erkennt, was zu tun ist und dann handelt, ist bemerkenswert und einzigartig in der Geschichte des Lebens. Wir sind die ersten Wesen, die auf planetarer Ebene denken und handeln können, und das tun wir auch. Das braucht alles ein wenig Zeit und kommt uns quälend langsam vor, aber nach Maßstäben der Erdgeschichte ist es geradezu instantan.

Ich glaube, die Party der Menschheit geht weiter. Warum auch nicht? \ö/ Wooo!

(Hier kann man jetzt sein Lieblings-Weltuntergangsszenario posten. Von den apokalyptischen Endzeitfanatikern der letzten Generation über radikalisierte Extremisten aus allen möglichen politischen oder religiösen Richtungen bis hin zu Reptiloiden-Verschwörungen ist die Auswahl riesig. WiR WeRdEn aLlE sTeRbEn!!!)
« Letzte Änderung: Gestern um 16:12:32 von RaoulDuke »
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BaerndME

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« Antwort #793 am: Gestern um 22:59:15 »

(Hier kann man jetzt sein Lieblings-Weltuntergangsszenario posten. Von den apokalyptischen Endzeitfanatikern der letzten Generation über radikalisierte Extremisten aus allen möglichen politischen oder religiösen Richtungen bis hin zu Reptiloiden-Verschwörungen ist die Auswahl riesig. WiR WeRdEn aLlE sTeRbEn!!!)

Ja.

Kommt gleich.

Zunächst mal die Anmerkung, dass es ganz schön wäre, wenn du Recht hättest.

Ich spreche aber gar nicht vom Ende, nur von einer Phase, in der viele unserer Errungenschaften in den Hintergrund treten werden.
Es ist immer 2 Schritte vor, aber 1 zurück.
Der Schritt zurück wird kommen.

Die Schere zwischen arm und reich geht auseinander, die Armen werden immer ärmer, die Reichen immer Reicher, die Mächtigen immer mächtiger und die Gierigen immer gieriger.
Das hat Folgen.
- Putin reicht die Herrschaft über Russland nicht mehr, er will mehr und nimmt dafür in Kauf, Tod und Leid zu säen. In Kiew sind Menschen ohne Strom und Wasser. In einer europäischen Hauptstadt! Und das ist nur der Anfang, viele werden es ihm gleich tun
- Das Klima rächt sich, aber im Hunger nach Energie werden die Industriellen nicht auf die Bremse treten, bis wir alle weniger zu Essen haben, weil die Natur uns nicht mehr landwirtschaften lässt. Und selbst dann wird den Mächtigen ihr Geld wichtiger sein als die Rettung der Erde.
- Weniger gebildete Menschen in Europa werden abgehängt, können ihre Wohnungen nicht mehr heizen und rennen politisch zündelnden wie der AfD hinterher. Oder Viktator Orban. Oder AKP. Und die bringen Rückschritt der Gesellschaft

Und viele andere Dinge...
...die Amis beschneiden das Recht auf Abtreibung. Die Chinesen fallen über Taiwan her. Kim Jong Un bastelt sich eine Atomrakete. Der deutsche Staat muss zu Lasten seiner Bürger Milliarden in Rüstung stecken. tbc.

Es sind so viele Dinge am Laufen, die in Summe dazu führen, dass wir unseren Lebensstandard von jetzt nicht mehr lange werden halten können. Wir werden einen Schritt zurück machen, und bis es dann wieder vorwärts geht, wird es erstmal ein bisschen krachen.
Nein, nicht das Ende der Welt.
Aber auch nicht "jeder hat ein Auto und kann sich in der Kaufhalle aussuchen, ober er/sie/* lieber Biowurst oder Weizenproteinwurst kauft, und wenn ja, dann auch noch welche Sorte".
Sondern eine Zeit, in der wir froh sein werden, wenn wir warm, satt und mit halbwegs ordentlichem Internet leben können, und ab und zu werden wir vielleicht mal ein paar Stunden auf Strom verzichten müssen. Dinge erleben, die wir schon für undenkbar gehalten haben.

Wird kommen, wirste sehen.

Das "ewige Wachstum" ist eine Lüge.

Der Kuchen auch.
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Eisbär

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« Antwort #794 am: Heute um 00:19:50 »

Menschen überzeugen zu wollen, die nicht zu überzeugen sind, ist einfach falsch.
Für meinen Teil kann ich sagen, dass ich das gar nicht will. Ich will nur nicht, dass gemeingefährliche Lügen unwidersprochen stehen bleiben.
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2022- No F*cking Bands Festival XI

Donnerstag, 11. bis Sonntag 14. August 2022

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