Schwarzes Hamburg

  • 17 November 2017, 18:44:10
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Autor Thema: Öffentliche Verkehrsmittel. Abenteuer und Nebenwirkungen.  (Gelesen 4728 mal)

CommanderChaos

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Antw:Öffentliche Verkehrsmittel. Abenteuer und Nebenwirkungen.
« Antwort #105 am: 13 November 2017, 22:04:04 »

Das ist wahr, aus der Zeit meiner regelmäßigen Berlin-Besuche könnte ich auch so einiges erzählen. Das ist einer der Gründe, warum ich dort niemals wohnen möchte.
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Antw:Öffentliche Verkehrsmittel. Abenteuer und Nebenwirkungen.
« Antwort #106 am: 14 November 2017, 12:14:09 »

Es ging nicht mit einem Wort um die Fahrgäste. Vielleicht mal ab von den Spinnern in Diebsteich; wobei das ja eben keine Fahrgäste waren, sonst wären sie ja IN der Bahn gewesen.

Es ging um das Konzept und die Krisenbewältigung 'ÖPNV Hamburg'.
Um mal bei dem Beispiel Berlin zu bleiben: wenn dort eine Linie oder eine Haltestelle ausfällt, habe ich mindestens noch zwei andere Möglichkeiten mein Ziel zu erreichen. Zwei Möglichkeiten Bahn, Bus gar nicht mal erwähnt, weil immer bisschen fummelig.

In Hamburg ist erstmal Stillstand, weil ich gar keine Möglichkeiten habe auszuweichen (Bus mal ausgenommen, weil s.o.) und dann auch oft großflächig Schluss ist. Wie gesagt, die HHA ist da bisschen cleverer.

Die Unternehmen sind da offenbar gar nicht drauf vorbereitet. Sei an folgendem Bsp. gezeigt:
PTA erzuhl mir, dass vor etwa 2-3 Wochen morgens (Arbeitslölö) ein Feueralarm im Hbf ausgelöst wurde. Die Abarbeitung dieser Störung war geradezu absurd. Züge fuhren erstmal nicht. Alle. Keiner wusste warum. Aber die Menschen strömten zu hunderten Richtung dieser betroffenen Bahnsteige um dann dort direkt vor Ort abgewiesen zu werden. Man kam aber doch immer noch irgendwie, irgendwo, irgendwann rein um dann quasi mitten in der Störung zu stehen.

Für solche Fälle (und andere Störungen im Netz) brauchen wir ein einheitliches, SINNIGES Vorgehen. Das hat sicher auch zuständigkeitslölö (HHA Bahn, HHA Bus, S-Bahn, Bahn, AKN), aber das ist ja nun wirkklich keine Entschuldigung 'nichts machen zu können'.
Alles Ausschalten ist NICHT sinnig. Unsere Bahnkapazitäten sind eh schon zu bestimmten Zeiten ausgereizt (sieht irgenwie auch keiner) und dann ist sowas ein GAU. Wenn irgendwo Feuer ist (= sein könnte) wäre es doch wesentlich sinniger, erstmal kurzfristig einen hinzuschicken oder auf die Kamera zu gucken ob es wirklich brennt. Sogar beides wäre sinnig. Dann kann man ganz schnell Zuwege absperren, Sicherheitsdienste informieren zur Unterstützung, DURCHSAGEN machen. Gab es nämlich auch nicht. Genau wie vorgestern.

Bf. Königstraße zB ist gerade keiner der gucken kann? Wenn die Sicherheitsdienste nicht schnell verfügbar sind, könnte auch ein Zugführer gucken. Wenn wirklich ein Feuer ist, ist das mit Zugverkehr eh erstmal erledigt. Und wenn nicht, hat EIN Zug mal 6min Vespätung. Aber nicht 10 Züge 20min.

Klar, sowas müsste im Detail noch viel genauer durchdacht werden, es soll nur Ansätze darstellen und die eben bedingten Auswirkungen, die wirklich absurd sind. Es kann mir aber keiner erzählen, es wäre nicht möglich. Willig müsste man natürlich sein. Und vielleicht auch mal was ändern.

*Feuer auch zu ersetzen durch beliebige andere Störung (Feuer, Wasser, Strom, Sturm, Menschen, ...)
« Letzte Änderung: 14 November 2017, 12:20:32 von SchwarzMetallerHH »
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CommanderChaos

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Antw:Öffentliche Verkehrsmittel. Abenteuer und Nebenwirkungen.
« Antwort #107 am: 14 November 2017, 12:23:59 »

Damit das wichtige Leute lesen, schicke es doch mal an den Kundenservice der S-Bahn!
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« Antwort #108 am: 14 November 2017, 13:04:48 »

'Kundenservice'

Die haben mit dem Betrieb ja so viel zu tun wie ein Elephant mit Investmentbanking.
Meinst du wirklich, da gibt es eine Chance, dass das einer weitergibt und nicht Vorlage B auswählt "Vielen Dank für ihre Nachricht. Wir sind stehts bemüht uns zu verbessern. Guten Tag."

Edit: und wen nimmt man? S-Bahn? Stadt Hamburg? HVV? Das ist ja ggf ein übergreifdendes Problem.
« Letzte Änderung: 14 November 2017, 13:06:52 von SchwarzMetallerHH »
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« Antwort #109 am: 14 November 2017, 17:34:11 »

Zumindest wird Lob und Kritik an die Mitarbeiter in bestimmten Fällen weitergegeben. Ich gehe davon aus, dass sinnvolle Vorschläge gesammelt werden und bei Gelegenheit bei einem Meeting diskutiert werden.
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Antw:Öffentliche Verkehrsmittel. Abenteuer und Nebenwirkungen.
« Antwort #110 am: 14 November 2017, 21:04:23 »

Hahahahahahahaha.
Probieren kostet nix.

OT: kannst du auf dieses 'an Mitarbeiter weitergeben' mal etwas eingehen? Täte mich interessieren. Von mir aus auch im Eisenbahfred.
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CommanderChaos

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« Antwort #111 am: Gestern um 07:37:39 »

Positives Beispiel: Newsletter an alle mit Zitat von einem Fahrgast, der sich für die Anstrengungen bedankt, mit denen der Verkehr während G20/Hafengeburtstag/you name it aufrecht erhalten wurde.
Negatives Beispiel: Persönlicher Einlauf vom Teamleiter, nachdem ein Fahrgast behauptet hatte, ich sei betrunken gewesen (war ich nicht!).
Noch eins: Newsletter an alle mit Entsetzen über die Meldung eines Kunden, ein Lokführer habe über Lautsprecher die musizierenden Bettler als Ungeziefer bezeichnet und das Kommen der "Kammerjäger" angekündigt.
« Letzte Änderung: Gestern um 07:41:27 von CommanderChaos »
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« Antwort #112 am: Gestern um 12:28:14 »

Hahaha, Kammerjäger. Großartig. :'D
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Makarius

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Antw:Öffentliche Verkehrsmittel. Abenteuer und Nebenwirkungen.
« Antwort #113 am: Gestern um 12:45:05 »

Ja, da gibt es viel Widersprüchliches.

Z.B.:Dienstag: Ein S-Bahnfahrer gibt sich total Mühe, von der Sternschanze kommend, dass die Fahrgäste in Altona noch die S-Bahn Richtung Wedel erreichen. Erreicht sogar, dass diese Bahn in Altona wartet. Und dann... in Blankenese wird der Zug ausgesetzt:  Warten auf die Bahn Richtung Wedel...  :-X
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banquo

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Antw:Öffentliche Verkehrsmittel. Abenteuer und Nebenwirkungen.
« Antwort #114 am: Heute um 09:12:46 »

Wem der HVV gruselig erscheint, dem sei eine Reise nach Berlin empfohlen.

Der BVG, die dortige Betreibergesellschaft, glänzt zwar mit Humor in den sozialen Netzwerken, aber das Fahren kann dort, insbesondere am Wochenende, ein echter Albtraum sein. Total besoffene Proleten, Leute auf allerlei Drogen, Oberkaputte und latentes Gewaltpotential in nicht zu knappem Maße.

Den Vogel abgeschossen hat am letzten Wochenende ein Typ, der mit seinem Fahrrad in ein dicht gedrängtes Abteil einstieg und rumbrüllte, das sei ein Fahrradabteil und da müssten ihm jetzt alle Platz machen. Ich sagte irgendwas beruhigendes (in der Art von "Ist eben voll hier") da schob er sein Fahrrad demonstrativ gegen den Mantel meiner Begleiterin. Auf meinen Kommentar "Das muss doch jetzt nicht sein" rastete er völlig aus, schrie rum und musste von mehreren Leuten beruhigt werden. Meine Begleiterin und ich entfernten uns zügig, während er im Abteil anfing, total abzurasten. Das letzte, was ich gesehen habe, ist, dass eine Gruppe junger Leute dazustürmte, um die entbrandende Keilerei zwischen bereits mehreren anderen Fahrgästen und dem Fahrradfahrer zu beenden. Er schrie dabei immer "Das ist für Fahrräder hier! Ihr müsst alle aufstehen!" ... dabei saßen die wenigsten, insbesondere angesichts der Situation.

Ich könnte noch eine Handvoll Gruselstories auspacken, aber zusammengefasst: Die kaputten Leute in Berlin sind einfach SO VIEL KAPUTTER als die kaputten Leute in Hamburg, da macht Bahn fahren echt keinen Spaß bzw. ist gefährlich.

Nächstes mal Car2Go, oder eigenes Kraftfahrzeug...

Und da fragen mich die Leute, warum ich nie mit der Bahn fahre.
Mein Beileid!
« Letzte Änderung: Heute um 09:15:23 von banquo »
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"Ile call vpon you straight: abide within,
It is concluded: Banquo, thy Soules flight,
If it finde Heauen, must finde it out to Night."