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schwarzes Fahrradfahren

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sYntiq:
Schwarzes Motorradfahren gibt es ja auch, also warum nicht. :P

Ein Thread für Tipps/Diskussionen etc rund ums Fahrrad. Auch für gemeinsame Touren könnte sich hier verabredet werden.

Da wir hier ja nicht moderieren, führe ich hier einfach mal das HIER gestartete Thema weiter. Die vorhergehende Diskussion ist also dort zu finden.


--- Zitat von: RaoulDuke am 05 August 2015, 18:04:03 --- Was muss man denn für ein gutes MTB eigentlich ausgeben?
--- Ende Zitat ---
Ich frag mich gerade wozu man in Norderstedt ein MTB benötigt. Mich würde jetzt ja doch interessieren wie dein Einsatzzweck für ein Fahrrad aussieht. Wie viel/wo fährst du so?

Als ich mich entschieden hatte mir ein Fahrrad zu kaufen, habe ich mich bei diversen Händlern beraten lassen. Auch in diversen Foren habe ich mein Anliegen geschildert. (Arbeitsweg sowie mit der Zeit "weite" Strecken zurücklegen) In Foren hiess es immer "MTB oder Crossbike (Zwischending aus Trekkingbike und MTB)" da ich so auf der sicheren Seite wäre wenn ich doch mal ins Gelände will. Bei Händlern wurde mir eigentlich immer ein Trekking-Bike empfohlen. Nachteil von MTBs und Crossbikes: Durch die dickeren Reifen und dem Profil höherer Rollwiderstand und mehr Krafteinsatz um es zu bewegen. Für kurze Strecken egal, auf längeren Strecken soll es sich bemerkbar machen. Auch für Geschwindigkeit ist ein MTB nicht ausgelegt.
Auch wenn ich unsicher war was ich nun nehme, habe ich mich letzten Endes für ein sportliches Trekkingrad entschieden und es bisher nicht bereut. (bin allerdings auch erst so ca. 220km damit gefahren) So richtig ins Gelände würde ich damit nicht, aber ich habe inzwischen auch schon problemlos kleine Touren (20-25km) durch den Wald gemacht (mehr oder weniger befestigte Wege/Trampelpfade) ohne Probleme.


--- Zitat ---War bei dem Preis klar, dass man erstmal sanieren muss? Kam mir schon vor wie eine Stange Geld für etwas ohne Motor!
--- Ende Zitat ---
Gute Räder sind teuer. Wobei es bestimmt auch teuren "Neuschrott" gibt.
Letzten Endes kann man aber auch für unter 500Euro ein gutes Rad bekommen, sollte dann aber evtl. lieber auf die eine oder andere Komponente verzichten. Zb sollte man bei u500Euro Rädern lieber eine Starrgabel anstatt eine Federgabel nehmen, da dort, wenn man nicht gerade großes Glück hat, billige Federgabeln verbaut werden die sich rel. schnell festsetzen und dann gar nicht mehr federn.



--- Zitat von: RaoulDuke am 05 August 2015, 16:51:41 ---Dafür kaufst Du jede Komponente aber nur einmal. Ob Internet oder Laden macht nicht sooo viel Unterschied glaube ich - im Internet sind die Kundenbewertungen eher noch transparenter.
--- Ende Zitat ---
Da du jetzt ja schon ein Rad hattest, weisst du ja auch evtl. eher was du haben möchtest, bzw. zb. welcher Sattel dir passt etc.
Allerdings: Wenn du vor Ort kaufst bei einem rel. vernünftigem Fahrradhändler, kannst du auch ein "Fertigrad" nehmen und direkt beim/vorm Kauf noch diverse Sachen austauschen lassen. Da sie die "alten (aber ja quasi noch unbenutzten) Teile gleich dabehalten, wird das ganze auch günstiger als wenn du die Teile erst später austauscht oder dir gleich komplett etwas selbstbaust.

Dieses "Dann kauft man wenigstens nichts doppelt" Problem habe ich jetzt irgendwie. Seit 20 Jahren kein Rad mehr besessen udn auch keines mehr gefahren habe ich meines beim Händler gekauft so wie es ist. Jetzt durchs Fahren merke ich langsam wo ich pers. Optimierungsbedarf habe. Inzwischen habe ich die Lenkergriffe durch ergonomische (Ergon GP3-L) ausgetauscht. Ich muss wohl einen anderen Sattel haben (egal ob mit oder ohne Hose mit Polsterung wird es nach spätestens 10km "unbequem"). Frontlicht möchte ich auch noch ein anderes haben und warscheinlich auch noch eine gefederte Sattelstütze (Da die, die ich mir ausgesucht habe bei um die 100Euro liegt ist dass aber eher ein "irgendwann mal" Luxus). Mal sehen ob ich den "alten" Kram dann irgendwie loswerde. 2x brauche ich die Sachen ja nicht...

Was dich ja wohl eher weniger interessiert weil du doch eher selbstschraubst: Komme mal mit einem "Online-Bike" zu irgend einem Händler wegen einer Reparatur. Da gibt es auf einmal ganz andere, wesentlich höhere Preise als wenn du es direkt da gekauft hättest (Wenn er sich nicht gleich weigert  das zu reparieren)

Noch etwas was mir gerade bez. Onlinekauf einfällt: Du sparst online nicht zwingend Geld. Als ich wusste welches Rad es sein soll, habe ich auch erst einmal recherchiert wo ich es günstiger bekommen kann. Mein Händler (Fahrrad Hertel hier ziemlich am Anfang der Langenhorner Chaussee.) hatte es mir für 699Euro angeboten. Im Internet fand ich einen Versender für 695Euro und sonst Preise von 749 bis 799Euro. Auch grosse "Offline" Ketten wie B.O.C wollten 799Euro haben. Bezahlt habe ich im Endeffekt sogar noch weniger, da er mir inkl. Fahrradschloss, Fahrradcomputer und Helm einen rabattierten Paketpreis gemacht hat.



--- Zitat von: nightnurse am 05 August 2015, 19:04:05 ---...und die Federgabel ist eigentlich auch mal fällig (aber he, die federt noch. Bisschen. Quietscht halt.).
--- Ende Zitat ---
Hier reicht evtl. auch einfach mal auseinanderbauen und neu schmieren.



--- Zitat von: Jack_N am 05 August 2015, 20:25:47 ---Ich kaufe seit einiger Zeit bevorzugt bei CNC-Bikes in Hamburg ein.
Was der manchmal als Blowout-Sale raushaut ist nicht feierlich, auch die restlichen Teilepreise sind enorm.
--- Ende Zitat ---
Danke für den Tipp. Vieleicht sollte ich da mal nach den Teilen gucken die ich noch austauschen will. :)



--- Zitat von: Eisbär am 05 August 2015, 20:38:23 ---A propos Fahrrad und Schuhe. Ich überlege mir ein Klickpedalsystem zuzulegen. Kennt sich da jemand aus?
--- Ende Zitat ---
Das einzige was ich da weiss: Man soll sich schon einmal drauf einstellen dass man sich zu Anfang mehrfach hinpacken wird, egal wie oft man vorher das Aus- und Einklicken geübt hat.
Das hat mir zumindest bisher absolut jeder erzählt der mit Klickies fährt.

nightnurse:
Ich weiss nicht, wie das da draußen in Schleswig-Holstein so ist mit den Fahrradwegen. Aber hier in Hamburg sind die häufig in einem Zustand, daß ein MTB für die Stadt gar nicht so abwegig erscheint. Mir rätselhaft, wie die ganzen schicken Hipster-Rennradfahrer da überleben oder ob die alle halbe Jahr ein neues Rad brauchen. Eine gefederte Vordergabel würd ich aber auf jeden Fall empfehlen, das macht schon was aus für Handgelenke und Genick.

Wofür ein MTB auch nicht so gedacht ist, ist Gepäckbefestigung. Sicher, es gibt da Lösungen und ich hab auch schon Menschen mit Trekkinrucksäcken durchs Gelände radeln sehen (ja, wirklich). Wenn man sicher ist, mit dem Rad nur Tagestouren oder Spaßgebretter zu machen, dann schadet das sicher nicht. Aber schon, wenn man damit täglich ins Büro möchte, wird es evtl. angenehmer, einen Gepäckträger zu haben.

Ein Fahrzeug ohne Probefahrt online zu kaufen...hättest Du das mit einem Auto oder Motorrad gemacht? Siehste.
(Kann man vielleicht machen, wenn man wie ein Freund von mir mehrfach dasselbe Modell in derselben Größe kauft. Aber sonst, wie schon gesagt wurde, Rahmensymmetrie will erforscht werden).



--- Zitat von: sYntiq am 06 August 2015, 11:29:46 ---
--- Zitat von: nightnurse am 05 August 2015, 19:04:05 ---    ...und die Federgabel ist eigentlich auch mal fällig (aber he, die federt noch. Bisschen. Quietscht halt.).
--- Ende Zitat ---

Hier reicht evtl. auch einfach mal auseinanderbauen und neu schmieren.
--- Ende Zitat ---

"Einfach mal", sagte er. Schon dabei, einfach mal eine dieser Verstellkappen abzuschrauben, habe ich mir die Gabel übelst verkratzt. Es gibt dafür selbstverständlich ein Spezialwerkzeug, das Problem ist, daß ich, bevor ich diese Kappen abhabe, nicht weiss, ob ich nicht vielleicht NOCH ein Spezialwerkzeug benötige, um weiterzukommen und überhaupt weiss ich nicht, ob das ganze dann von Erfolg gekrönt sein würde.
Also schmolle und quietsche ich vorerst weiter.

Insgesamt würde ich potentiellen Fahrradkäufern sYntiqs Ratschläge sehr ans Herz legen.

Wobei "Geld" dann noch ein anderes Thema wäre. 500€ hat halt nicht jeder.

sYntiq:

--- Zitat von: nightnurse am 06 August 2015, 12:44:27 ---Ich weiss nicht, wie das da draußen in Schleswig-Holstein so ist mit den Fahrradwegen.
--- Ende Zitat ---
Zumindest das was ich bisher gefahren bin: Häufig mangelhaft, aber noch nichts wo ein MTB zwingend nötig wäre.
Aber: Ich will niemandem ein MTB madig machen. Manche fühlen sich auf einem MTB auch einfach sicherer und das ist ja auch nicht zu unterschätzen. Auf einem Rad zu fahren bei dem man ständig das Gefühl hat dass es einem gleich unterm Hintern wegbricht (auch wenn es gar nicht der Fall ist) macht ja auch keinen Spaß :)



--- Zitat ---Aber hier in Hamburg sind die häufig in einem Zustand, daß ein MTB für die Stadt gar nicht so abwegig erscheint. Mir rätselhaft, wie die ganzen schicken Hipster-Rennradfahrer da überleben oder ob die alle halbe Jahr ein neues Rad brauchen.
--- Ende Zitat ---

Die "Hipster-Rennradfahrer" fahren meiner Beobachtung nach doch gar nicht mit dem Rad. Den typischen Hipster habe ich bisher nur gesehen mit "Rad steht am Café/Eisdiele, Rad wird geschoben während man mit Freunden irgendwo hin geht, Hipster+ Rad stehen in der Bahn, selbst wenn es nur für eine Station ist.

Die Strecke die ich jetzt in die Firma fahre hat so ein paar Stellen wo ich sehr froh über meine Federgabel bin und sich auch der Wunsch nach einer gefederten Sattelstütze verstärkt hat. Nichts wo ich mit einem Rennrad entlangfahren würde, aber gleichzeitig auch nichts wo ich mit meinem Rad Bedenken habe. Aber ja, schlimmer geht immer :)


--- Zitat ---Eine gefederte Vordergabel würd ich aber auf jeden Fall empfehlen, das macht schon was aus für Handgelenke und Genick.
--- Ende Zitat ---
Oh ja. Ich hatte mal, auf noch verhältnismässig gutem Radweg, spasseshalber meine Federgabel arretiert. Das Fahren wirkte gleich irgendwie viel rauher und "unkontrollierter". Die Handgelenke fanden es auch nicht so toll. Mit Federgabel fährt es sich irgendwie "geschmeidiger"

Hierzu aber gleich noch ein Hinweis den ich jetzt schon mehrfach gelesen habe: Bei einer günstigen mechanischen Federgabel, bzw. einer hydraulischen mit menchanischer Arretierung sollte man abwechselnd arretiert und federnd fahren um die Lebensdauer zu erhöhen... Auch ist der Arretiert-Zustand "gefährlicher" für die Gabel da dort die Federung ja rein mechanisch festgeklemmt wird und bei zu hoher Krafteinwirkung eigentlich nur durch "kaputt" nachgibt.
Bei besseren hydraulischen Federgabeln mit hydraulischer Arretierung (hydraulic lockout) ist es ziemlich egal ob man sein Leben lang federnd oder arretiert fährt. Und: Selbst wenn die Federung arretiert ist, gibt die Arretierung bei zu grosser Krafteinwirkung nach und federt doch. Reine Sicherheitsmaßnahme damit halt nichts kaputtgeht.


--- Zitat ---Wofür ein MTB auch nicht so gedacht ist, ist Gepäckbefestigung. Sicher, es gibt da Lösungen und ich hab auch schon Menschen mit Trekkinrucksäcken durchs Gelände radeln sehen (ja, wirklich).
--- Ende Zitat ---
"Rucksack" kam für mich irgendwie von Anfang an nicht in Frage. Dann ist man am Ziel und der Rücken klitschnassgeschwitzt...


--- Zitat ---Aber schon, wenn man damit täglich ins Büro möchte, wird es evtl. angenehmer, einen Gepäckträger zu haben.
--- Ende Zitat ---
Jep.
Ich habe mir für den Arbeitsweg die Vaude Silkroad L Gepäckträgertasche geholt. (Da ich das Rad nicht zum Einkaufen nutze, brauche ich bisher keine größeren Fahrradtaschen) Dienstag hatte ich da zB. zwei 0,75l Getränkeflaschen, 2 Brötchen, Deo, Wechselshirt, Luftpumpe und eine Packung Taschentücher drin und hatte auch ohne die Tasche erweitern zu müssen noch Platz. In der Firma angekommen dann die 0,75l Trinkflasche die während der Fahrt am Rad sitzt noch in den Getränkehalter der Tasche, Smartphonehalter und Fahrradcomputer schnell mit reingeschmissen und gut ist. Ideal, wenn man keine Akten oder so mit ins Büro schleppen muss. :)



--- Zitat ---"Einfach mal", sagte er.
--- Ende Zitat ---
Da waren gedanklich natürlich viele "aber" bei, ebenso wieder Gedanke "von einer Fachwerkstatt" (eine hydraulische Federgabel würde ich mich selbst zb. nciht trauen die zu zerlegen und hinterher wieder funktionsfähig zusammenzubauen). :P


--- Zitat ---Also schmolle und quietsche ich vorerst weiter.
--- Ende Zitat ---
Erhöht auch die Sicherheit im Strassenverkehr. Man hört dich frühzeitig :D



--- Zitat ---Wobei "Geld" dann noch ein anderes Thema wäre. 500€ hat halt nicht jeder.

--- Ende Zitat ---
Das stimmt allerdings. Ich konnte mir das auch nur leisten weil ich einen Teil meiner jährlichen Gratifikation dafür verwendet habe :)
Und wie ich geschrieben hatte kann man auch für unter 500Euro was brauchbares bekommen. Allerdings sollte der Weg dann eher Richtung "Weniger ist mehr", bzw. "Back to Basics"  gehen. Je mehr "Schnickschnack" verbaut ist, desto sicherer kann man sein dass an den Einzelkomponenten gespart wurde.
Das Rad was ich damals, vor langer, langer Weile hatte, war ein 350-400DM Mountainbike von Familia. Ein "Fully" (Vorderrad UND Hinterrad gefedert). Nach sehr kurzer Zeit (max 2 Monate nach Kauf) hatte ich dann einen Unfall wegen Materialermüdung.....

Greifenweib:
Da ich recht selten Rad fahre, will ich lieber meinen Oldtimer wieder aufrüsten. Das Rad hatte meiner Ma gehört, und ist mindestens 35 Jahre alt. Reifen wurden irgendwann schonmal erneuert. Die Nabengangschaltung will ich mal gängiger machen, der Ledersattel kann frisch bezogen werden (Wer da nen Sattler für weiß). Die Lichtanlage geht, allerdings will das Vorderlicht nicht immer. Und neue Lenkergriffe wären auch sinnvoll, das Metall sollte halt nicht rausgucken. Aber ersteinmal die alten abkriegen  ::)
Ein Reifen ist auch platt, aber der Schlauch dafür liegt schon zuhause.
Wird wahrscheinlich ein Projekt für den Urlaub.

Mentallo:

--- Zitat von: Greifenweib am 06 August 2015, 14:46:18 ---[...] lieber meinen Oldtimer wieder aufrüsten.

--- Ende Zitat ---

habe auch noch mamas rad im keller, ist allerdings baufällig. tretlager, eine 8 richten, bowdenzüge (kaufdatum 60er jahre mit gangschaltung) und so sind fällig...

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