Schwarzes Hamburg

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Autor Thema: Vertrag zwischen der Stadt Hamburg und muslimischen Vertretern  (Gelesen 14578 mal)

nightnurse

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Re: Vertrag zwischen der Stadt Hamburg und muslimischen Vertretern
« Antwort #90 am: 03 Januar 2013, 22:48:59 »

Denn, Machtergreifung hin oder her: ...

Da wurde, bittesehr, gar nichts "ergriffen". Da fehlt mir ein Paar Anführungszeichen oder das Wort "sogenannt".
Soviel PC darf gerne sein.

Als die NSDAP stärkste Kraft im Parlament am 5. März 1933 wurde, geschah dies noch unter komplett demokratischen Vorzeichen. Den Irren da hat man damals doch tatsächlich ganz ordentlich gewählt! Die Gaunereien gingen erst später los.


Die Gaunereien gingen sofort los, nachdem Hitler zum Reichskanzler ernannt worden war, indem man z.B. gegen politische Gegner, sagen wir mal freundlich: repressiv vorging. Nach dem Reichstagsbrand zum strategisch günstigen Zeitpunkt nutzte man dann die Chance,unter Propagandastürmen KPD und SPD durch Verhaftungen in den Funktionärsebenen vor den Wahlen ziemlich lahmzulegen und auch gegen sonstige Parteimitglieder und Sympathisanten war man gar nicht zimperlich.
Zu behaupten, diese letzten Wahlen nach republikanischem Recht seien unter "komplett demokratischen Vorzeichen" abgelaufen, ist da etwas...äh... einfach.
Wie dann die Abstimmung über das Ermächtigungsgesetz zustande kam und vonstatten ging, ist zwar eine Gaunerei, die später als die Wahl geschah, aber das gehört auf jeden Fall noch dazu: "Ganz ordentlich gewählt" hat man diese Führung nicht.


(Es bleibt natürlich der Fakt, daß erschreckend viele Menschen Hitler und seiner Partei ihre Stimmen gaben. Aber was die Motivationen dafür waren, ob sie wirklich alles wussten und wollten, was die vorzuhaben zugaben, das wird sich leider nicht mehr erforschen lassen.)
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Kenaz

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Re: Vertrag zwischen der Stadt Hamburg und muslimischen Vertretern
« Antwort #91 am: 03 Januar 2013, 22:49:52 »

Du übersiehst dabei den entscheidenden Unterschied, dass besagter Antifaschist - Gott sei Dank - nicht die Deutungshoheit darüber hat, was PC ist.
Wenn man sich auf eine Diskussion mit einem Extremisten einläßt, egal welcher Couleur, kommt eigentlich nie etwas bei heraus. Das weiß man aber vorher.

- Das gesamte Konstrukt kommt genuin aus der - tendenziell extrem - linken Szene, mach' Dir also bitte keine Illusionen, wer hier im Zweifelsfall die Deutungshoheit hat. Die Praxis bestätigt die Theorie da eindrucksvoll.

Ich halte es schon für sinnvoll, Opfern von politisch, rassistisch oder ähnlich motivierten Verbrechen nicht vor den Kopf zu stoßen, indem man die Taten relativiert oder verharmlost.

- Da bin ich mit Dir völlig einer Meinung Eisbär. Ich wüsste im übrigen aber auch nicht, wer das bestritten hätte. Mir liegt dergleichen jedenfalls fern. Im übrigen gibt es zweifellos Anlässe, bei denen Pietät, Mitgefühl oder Respekt dem zivilisierten Menschen die Ausklammerung gewisser Themen und Attitüden zu einer Selbstverständlichkeit machen. Diese Ausnahmen - die ich ja auch ansprach - bestätigen jedoch die Regel: Denk- und Sprechverbote führen nicht zu einer Lösung, sondern zu einer Verschärfung der Gesamtproblematik.

Edit: Ich gehe in dieser Frage übrigens noch einen Schritt weiter als Du und halte es sogar für sinnvoll, Opfern von Verbrechen nicht vor den Kopf zu stoßen, die weder politisch, noch rassistisch, noch "ähnlich motiviert" (?) sind ...  ;)
« Letzte Änderung: 03 Januar 2013, 22:55:46 von Kenaz »
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messie

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Re: Vertrag zwischen der Stadt Hamburg und muslimischen Vertretern
« Antwort #92 am: 03 Januar 2013, 23:09:47 »

Zitat
(Es bleibt natürlich der Fakt, daß erschreckend viele Menschen Hitler und seiner Partei ihre Stimmen gaben. Aber was die Motivationen dafür waren, ob sie wirklich alles wussten und wollten, was die vorzuhaben zugaben, das wird sich leider nicht mehr erforschen lassen.)

Auch wenn's nur in Klammer steht: Du, das ist schon ganz gut erforscht. Alleine Wikipedia gibt bereits jede Menge Fakten wieder, wie die NSDAP damals sehr geschickt jedes Lager direkt ansprach, teils sehr widersprüchlich in unterschiedlichen Lagern agierte.
Ich bleibe dabei, es hat tatsächlich damals eine Mehrheit an Menschen gegeben die diese Partei gewählt hat, und zwar aus voller Überzeugung heraus! Sie dachten wirklich, dass der Mann die große Depression beenden könne und noch so einiges mehr!

Und das ist zufälligerweise auch noch komplett ontopic, weil viele aus Unwissen wählten, Ängste geschürt werden konnten vor etwas, das man nicht verstand. Auch und gerade der Antisemitismus. "Die Juden" waren in der Gesellschaft ein beliebtes Feindbild, hauptsächlich aber deswegen weil man sie allesamt für Menschen hielt, die Machenschaften betrieben, die anderer Leute Land enteigneten, um nur eins von vielen damaligen herrschenden Meinungen zu nennen.
Genau so wird heutzutage dann die Angst gegenüber Muslimen geschürt. Die Rechten von heute arbeiten exakt damit!
Könnten sie aber so nicht mehr, wenn jeder über den Koran und dessen korrekte (!) Anwendung besser bescheid wüsste. Denn dann hätten es, wie bereits von mir weiter oben beschrieben, die radikalen Kräfte unter den Muslimen schwerer, ihre Schäfchen "auf Linie" zu kriegen, und man verstünde die bislang ach so fremden Verhaltensweisen von Muslimen sehr viel besser und wüsste, dass sie gar nicht so alienmäßig sind, wie man vielleicht zuvor dachte.

Aufklärung und Transparenz sind Gegner jeglichen Extremismus. Waren sie schon immer und werden sie immer sein.
Weil Extremisten hauptsächlich zwei Dinge sehr helfen: Unwissenheit und daraus generierter Angst. Angst vor dem Unbekannten.
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nightnurse

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Re: Vertrag zwischen der Stadt Hamburg und muslimischen Vertretern
« Antwort #93 am: 03 Januar 2013, 23:26:55 »

Du kannst gerne dabei bleiben, aber 44% von 88% ist, wenn auch verdammt viel, dennoch keine Mehrheit *anstrahl*.  :D

Zitat
und zwar aus voller Überzeugung heraus! Sie dachten wirklich, dass der Mann die große Depression beenden könne und noch so einiges mehr!

Na sicher dachten sie das, aber das heisst noch nicht, daß sie mit dem Partiprogramm und "Mein Kampf" vertraut oder einverstanden waren.
Aber ich guck mich mal um, was da so auf Wikipedia steht.

Daß man den Koran zwar inhaltlich kennenlernen kann, sich dessen "korrekte Anwendung" aber kaum definieren lässt, wurde hier irgendwo schon erwähnt.
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Re: Vertrag zwischen der Stadt Hamburg und muslimischen Vertretern
« Antwort #94 am: 03 Januar 2013, 23:35:19 »

Zitat
Aber ich guck mich mal um, was da so auf Wikipedia steht.
Frag mal lieber ein paar Zeitzeugen ... solange sie noch leben ...
danach gibt es eh nur noch Geschichte ... und die schreibt nicht der Verlierer. ^^
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nightnurse

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Re: Vertrag zwischen der Stadt Hamburg und muslimischen Vertretern
« Antwort #95 am: 03 Januar 2013, 23:44:50 »

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messie

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Re: Vertrag zwischen der Stadt Hamburg und muslimischen Vertretern
« Antwort #96 am: 03 Januar 2013, 23:50:08 »

Der Punkt ist doch, dass Angst häufig lediglich Angst vor dem Unbekannten ist und genau diese sehr gefährlich ist.

Wenn man eine ehemals fremde Kultur kennen gelernt hat und sie dann nicht mehr gar so fremd ist, dann nimmt man ihr auch gleichzeitig den Schrecken davor. Denn dann weiß man zu differenzieren und sieht in z.B. Muslimen nämlich nicht mehr nur irgendwelche potenziellen Selbstmordattentäter überall oder Menschen, die Deutschland plattmachen wollen.

Auf ähnlichem Boden wurde damals der Antisemitismus begründet: Aus Unwissenheit.
Meine Oma war ein wirklich toller Mensch, aber sie war eine Antisemitin vorm Herrn. Sie war fest davon überzeugt, dass in Banken nur (!) Juden arbeiten und diese für die damalige Inflation verantwortlich waren, um "uns" zu vernichten. So entstand dann die Meinung "bevor die Juden uns vernichten, müssen wir sie vernichten".
Die Tatsache, dass in der Bank auch viele Christen schon damals arbeiteten wollte sie nicht wahr haben - sie konnte es sich schlicht nicht vorstellen. Ihr hatte man gesagt dass dem nicht so wäre, Aufklärung in die Gegenrichtung fand nie statt.

(Soviel zum Thema "Zeitzeugen" *scnr*)

Das unter anderem sorgt für meine Meinung dazu heute. Wer über den sogenannten "Feind", der er ja gar nicht ist, nicht aufklärt, der sorgt für Unwissenheit. Und auf dieser gedeiht Extremismus prächtig.
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Re: Vertrag zwischen der Stadt Hamburg und muslimischen Vertretern
« Antwort #97 am: 03 Januar 2013, 23:57:09 »

::)
+1

Und ja, ich will nun auch n Kotzsmilie.
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nightnurse

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Re: Vertrag zwischen der Stadt Hamburg und muslimischen Vertretern
« Antwort #98 am: 03 Januar 2013, 23:58:49 »

Gegen den Willen zur Aufklärung sag ich ja auch gar nichts. Problem ist halt die Umsetzung.

(Die Amerikaner haben im zweiten Weltkrieg über Kärnten Kartoffelkäfer aus Flugzeugen abgeworfen. Das muss stimmen, das weiss ich nämlich von einem Zeitzeugen...)
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Re: Vertrag zwischen der Stadt Hamburg und muslimischen Vertretern
« Antwort #99 am: 05 Januar 2013, 18:06:40 »


Auch wenn's nur in Klammer steht: Du, das ist schon ganz gut erforscht. Alleine Wikipedia gibt bereits jede Menge Fakten wieder, wie die NSDAP damals sehr geschickt jedes Lager direkt ansprach, teils sehr widersprüchlich in unterschiedlichen Lagern agierte.

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viele hatten auch Heidenangst von Bolschewismus, sie wussten damals noch nicht, dass die beide Systemen gleich schlimm sind.
Dazu kam natürlich die grosse Depresion und die Folgen von Versailler Vertrag.

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